WETS

Was ist das WETS-Verfahren?

Das Gesetz über die gegenseitige Anerkennung und Vollstreckung von strafrechtlichen Sanktionen (WETS) ist ein niederländisches Gesetz, das am 1. November 2012 in Kraft getreten ist. Es regelt die Zusammenarbeit zwischen den europäischen Mitgliedsstaaten im Bereich der strafrechtlichen Sanktionen. Ziel des WETS ist die Vereinfachung und Harmonisierung der Vollstreckung von strafrechtlichen Entscheidungen wie Haft- und Geldstrafen innerhalb der Europäischen Union (EU). Das Gesetz basiert auf dem Grundsatz der gegenseitigen Anerkennung gerichtlicher Entscheidungen, einem Grundprinzip innerhalb der EU, das das Vertrauen zwischen den Mitgliedstaaten stärkt und effizientere Gerichtsverfahren gewährleistet. Der WETS unterscheidet sich geringfügig vom WOTS.

Das WETS gilt für die Anerkennung und Vollstreckung verschiedener Arten von strafrechtlichen Urteilen, darunter

  • Von einem Gericht in einem anderen EU-Mitgliedstaat verhängte Freiheitsstrafen können in den Niederlanden anerkannt und vollstreckt werden. Das bedeutet, dass eine in einem anderen EU-Land verurteilte Person ihre Strafe in den Niederlanden verbüßen kann.
  • In einem anderen EU-Land verhängte Geldstrafen können in den Niederlanden eingetrieben werden. Dadurch wird verhindert, dass Verurteilte ihrer Strafe entgehen, indem sie einfach in ein anderes EU-Land umziehen.
  • Maßnahmen wie gemeinnützige Arbeit, Zwangsbehandlung oder andere Formen der Bewährung, die in einem anderen Mitgliedstaat verhängt wurden.

Das Verfahren zur Anerkennung und Vollstreckung einer strafrechtlichen Sanktion nach dem WETS beginnt mit einem Ersuchen eines anderen EU-Mitgliedstaates. Dieses Ersuchen wird von den niederländischen Behörden geprüft. Das Grundprinzip des WETS ist, dass strafrechtliche Urteile anderer EU-Mitgliedstaaten grundsätzlich anerkannt und vollstreckt werden, es sei denn, es gibt besondere Gründe, die dagegen sprechen.

Das Verhalten, für das die Strafe verhängt wird, muss auch nach niederländischem Recht strafbar sein. Ist dies nicht der Fall, können die Niederlande die Vollstreckung der Strafe ablehnen.

Es gibt bestimmte Gründe, aus denen die Niederlande die Anerkennung eines Strafurteils verweigern können. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn das Urteil die Grundrechte der verurteilten Person verletzt oder wenn die Strafe nicht mit den niederländischen Rechtsgrundsätzen übereinstimmt.

Erforderlichenfalls kann das niederländische Gericht das Strafmaß an die niederländischen Normen und Rechtsvorschriften anpassen, beispielsweise wenn die in dem anderen Mitgliedstaat verhängte Strafe nicht dem entspricht, was in den Niederlanden bei ähnlichen Straftaten üblich ist.

Sobald die strafrechtliche Entscheidung anerkannt ist, wird die Strafe in den Niederlanden nach niederländischem Recht vollstreckt. Dies bedeutet, dass alle Vorschriften und Verfahren, die normalerweise für niederländische strafrechtliche Sanktionen gelten, auch für Sanktionen gelten, die nach dem WETS vollstreckt werden.

Brauchen Sie einen Anwalt WETS?       

Haben Sie noch Fragen oder möchten Sie sofort rechtliche Hilfe in Anspruch nehmen? Dann wenden Sie sich bitte an unser Büro. Sie können uns eine E-Mail schicken an info@klpadvocaten.nl oder rufen Sie uns während der Bürozeiten unter 020-6731548 an. In dringenden Fällen, z. B. bei einer bevorstehenden Verhaftung, können Sie uns über unsere Notrufnummer 06-26219010 erreichen.

Möchten Sie mehr über die Übergabeverfahren oder Auslieferungsverfahren?

Sonstiges Fachwissen

Team
Kötter L'Homme Plasman Rechtsanwälte

  Hier ist die höchste
mögliche Höhe der
  Rechtshilfe
      verfolgte 

Nachrichten

27. Januar 2026
Die Verteidigung kündigte eine Berufung gegen das Urteil des Gerichts von Overijssel (Zwolle) an. Die Verteidigung bestreitet unter anderem, dass die Niederlande für Menschenschmuggel zuständig sind und bezeichnet die Argumentation des Gerichts als unhaltbar.
January 22, 2026
De rechtbank heeft twee mannen veroordeeld tot gevangenisstraffen van drie en drieënhalf jaar voor hun betrokkenheid bij de overval op een juwelier in Tilburg op 11 december 2024. Volgens de rechtbank was sprake van een geplande actie. Het Openbaar Ministerie had hogere straffen geëist, maar de rechtbank hield bij de strafoplegging onder meer rekening met de ernst van het geweld, de planmatigheid van het handelen en de impact op de slachtoffers. Een derde verdachte is nog voortvluchtig.
January 13, 2026
De Hoge Raad heeft de veroordeling van oud-wethouder Guernaoui voor het schenden van de geheimhoudingsplicht definitief in stand gelaten. Guernaoui had tijdens zijn wethouderschap een vertrouwelijke ambtelijke e-mail doorgestuurd aan een ondernemer, wat het hof strafbaar achtte, maar waarvoor geen straf werd opgelegd. In cassatie oordeelde de Hoge Raad dat het hof het recht correct had toegepast en het oordeel voldoende had gemotiveerd. Verdere rechtsmiddelen zijn niet mogelijk.

Kontakt-Formular

Füllen Sie das nachstehende Formular aus, und wir werden uns so bald wie möglich mit Ihnen in Verbindung setzen.

DE